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Mazda ist in der Erfolgsspur. Der Mittelklässler Mazda6 entwickelte sich in Deutschland schnell zum Bestseller, die Sportvariante der jetzt vorgestellten Limousine des Kompakten Mazda3 verkaufte sich seit ihrer Einführung Ende Oktober bereits mehr als 3000 Mal. Um auch Käufer mit dem Bedürfnis nach mehr Platz zu binden, haben die Japaner die klassische Stufenheckvariante des 3 entwickelt, die sieben Zentimeter länger ist. Zusätzlich runden zwei moderne Diesel mit Common-Rail-Technik, der Schwächere kommt allerdings erst im Herbst, das Modell-Angebot ab.
Ein Kombi ist vorerst nicht geplant, allerdings könnte der Nachfolger des Kompakt-Vans Premacy bereits Mitte kommenden Jahres auf der Plattform des Mazda3 zu den Händlern rollen. Die Preise für die Limousine beginnen bei 15 290 Euro, für die Fließheckvariante mit einem ebenfalls neuen 1,4-Liter-Basis-Beziner werden mindestens 14 990 Euro fällig.
Die beiden Selbstzünder stammen aus der gemeinsamen Entwicklung von Allianzpartner Ford und dem PSA-Konzern. Sie leisten aus 1,6 Litern Hubraum 66 kW/ 90 PS (kommt Ende des Jahres) und 80 kW/ 109 PS. Beide erfüllen Dank eines Partikelfilters die Euro-Norm 4. Die Plattform teilt sich der 3 mit den kommenden Generation des Ford Focus. Der Viertürer ist mit einem kurzen Überhang vorn und ausgestellten Kotflügeln sowie dem flach abfallenden Dach durchaus flott gezeichnet. Anders als der Vorgänger 323 wirkt der Neue alles andere als brav. In Verbindung mit dem Diesel ist der 3 eine leise und angenehme Reiselimousine, die mit Verbräuchen um die fünf Liter glänzt. Der Motor ist akustisch sehr zurückhaltend. Der Durchzug ist dank des Drehmoments von 245 Nm befriedigend, ein Turboloch nur unter 1700 Touren spürbar. Allerdings verfügt ein Golf TDI mit ähnlicher Leistung über rund 50 Newtonmeter mehr Drehmoment.
Beide zusätzlich zum Selbstzünder angebotenen Motorisierungen, ein 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/ 105 PS und die Top-Variante mit 110 kW/ 150 PS, lassen durchaus flottes Vorankommen zu. Die Basis ist wahrlich kein Rennfahrzeug, reicht aber zum Mitschwimmen allemal. Tempo 169 machen ihn auch auf der Autobahn nicht zum Verkehrshindernis, den Verbrauch gibt Mazda mit 7,1 Litern im Durchschnitt an.
Die Platzverhältnisse im Innern des Mazda3 sind ordentlich: Weder vorn noch im Fond kneift es, obwohl die Raumausbeute für ein Fahrzeug dieser Länge hinten nicht optimal ist. Der Kofferraum ist mit 413 Litern relativ klein ausgefallen. Die Rücksitzbank lässt sich in zwei Teilen umlegen, dann steigt das Fassungsvermögen des Gepäckabteils auf 675 Liter. Unter dem Kofferraumboden schlummert eine dreigeteilte Wanne und bietet zusätzlich Ablageraum für Kleinkram.
Das in Höhe und Länge justierbare Lenkrad in Verbindung mit dem Vielfach verstellbaren Gestühl lässt einfach eine ordentliche Sitzposition finden. Die drei Rundinstrumente lassen sich gut ablesen. Die Mittelkonsole erinnert stark an den großen Bruder Mazda6, die Bedienbarkeit ist tadellos, alles sitzt am rechten Fleck. Sehr erfreulich auch die knackige Schaltung mit kurzen Wegen. Zahlreiche Ablageflächen und das große Handschuhfach (acht Liter Volumen) bergen Platz für allerlei Kleinkram.
Bereits die Basisausstattung des kompakten Japaners ist in Sachen Sicherheit mit sechs Airbags, ABS sowie EBD ziemlich komplett. DSC ist nur in der Top-Variante Seir, ansonsten kostet es 550 Euro Aufpreis. Zentralverriegelung, elektrisch bedienbare Außenspiegel und Fensterheber vorn machen das Autofahrerleben in jedem 3 komfortabler. Wer im Luxus schwelgen will, muss zur Ausstattung "Excvlusive" greifen, die mit Klimaautomatik, Xenon- und Nebelscheinwerfern sowie Licht und Regensensoren aufwartet. Sie kostet als Fließheck 21 990 Euro, der Aufpreis für die Limousine liegt bei 300 Euro. Von Thomas Späth |