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In Kleinanzeigen für ältere Autos oder Oldtimer stoßen Autokäufer immer wieder auf Bewertungen wie „Zustand 1“ oder „guter Zustand 3“. Diese sind Teil des Bewertungsschemas für den Erhaltungszustand von Old- und Youngtimern. Eingeführt wurde es von der Zeitschrift "Oldtimer-Markt". Jeder hat schon mal den Begriff Oldtimer gehört, doch was genau ist ein Youngtimer? Es handelt sich hierbei um ein Fahrzeug, das nicht mehr hergestellt wird, aber aufgrund seines jungen Alters noch nicht den Status eines Oldtimers erreicht hat.
Da nicht jeder Anbieter weiß, in welche Kategorie sein Auto fällt, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Oft geben Anbieter ihrem Auto auch eine zu gute Bewertung, weil sie so mehr Interessenten anlocken können. Nicht für jeden ist klar, was zum Beispiel „Zustand 2“ bedeutet: es bezieht sich auf ein nahezu optimal erhaltenes Auto.
"Oldtimer-Praxis", eine Schwesterzeitschrift des "Oldtimer-Marktes", definiert die Noten 1 bis 5 folgendermaßen:
Note 1: Fehlerloser Zustand. Keine Mängel an Technik, Optik und Historie (Originalität). Ein Fahrzeug der Spitzenklasse, das man nur selten findet.
Note 2: Fahrzeug im guten Zustand, Original oder fachgerecht restauriert. Keine Mängel, aber mit leichten Gebrauchsspuren. Es fehlen keine Teile und es wurden auch keine zusätzlich montiert. Ausnahme: Wenn es die StVZO verlangt.
Note 3: Gebrauchter Zustand. Sichtbare Gebrauchsspuren. Kleiner Mängel, die jedoch nicht die Fahrbereutschaft beeinträchtigen. Keine Durchrostungen. Es müssen keine sofortigen Arbeiten durchgefhrt werden. Nicht der schönste Anblick, ist aber gebrauchsfähig.
Note 4: Verbauchter Zustand mit eventuellen Teilrestaurierungen. Beschränkte Fahrfähigkeit. Sofortige Arbeiten notwendig. Leichtere bis mittlere Durchrostungen. Es könnte sein, dass kleinere Teile fehlen oder defekt sind. Kann noch relativ leicht repariert bzw. restauriert werden.
Note 5: Restaurierungsarbeiten sind unbedingt nötig. Nicht gebrauchsfähig. Schlecht restauriert bzw. teil- oder komplett zerlegt. Fehlende Teile. Kann moch restauriert werden, aber es sind größere Investitinen nötig.
Ein schwerer Defekt, wodurch das Auto nicht mehr fahrbereit ist, bedeutet noch nicht, dass es gleich um mehrere Noten fällt. Die beste Lösung ist, die notwendigen Reparaturkosten zu ermitteln und sie dann vom Kaufpreis abzuziehen. Beim Verkauf gilt dann der Marktwert des Autos ohne den wertmindernden Schaden. |